La Spagna guida temporaneamente l'Italia 1-0 agli Europei di calcio 2024

Spanien gegen Italien – das klingt nach Endspiel, war aber am Donnerstagabend in Gelsenkirchen nur das Duell um den ersten Platz in der Gruppe B der Fußball-Europameisterschaft. Der dreimalige Europameister gegen den zweimaligen Europameister – schon der Blick auf die Ehrenurkunden von gestern und vorgestern verhieß eine Begegnung von erlesener Qualität. Schließlich will sowohl die Furia Roja unter der Regie von Trainer Luis de la Fuente als auch die Squadra Azzurra unter der Obhut von Allenatore Luciano Spalletti am Ende des vierwöchigen Turniermarathons auf dem Gipfel des Glücks ankommen.

In der Gelsenkirchener Arena freuten sich beide Fußballlehrer auf den „Klassiker“ und suchten nach den besten Wegen, dem allzu vertrauten Gegner am Ende zu schaden. Spalletti, der Nachfolger von Europameistertrainer Roberto Mancini aus dem Jahr 2021, gab sich kämpferischer als sein spanischer Kollege, wissend, dass dessen im Zweifel stürmische Mannschaft normalerweise die bessere sein würde.

Den Beweis traten de la Fuentes Spieler umgehend an. So einseitig wie selten beherrschte Spanien die ungleiche Begegnung – und kam doch nur zu einem Treffer, einem italienischen Eigentor durch Riccardo Calafiori (54.). Das 1:0 war die ironische Fußnote zu einem jederzeit ungleichen Spiel, das Spanien viel deutlicher hätte gewinnen müssen.

Spanien nun Topfavorit auf den EM-Sieg

Wer diese Mannschaft am Donnerstagabend indes sah, weiß, dass Spanien nun so etwas wie der Topfavorit auf den Gewinn des Europameistertitels ist. Was nicht heißt, dass andere starke Teams gegen die diesmal wie entfesselt stürmenden Iberer chancenlos wären. Italiens Bordmittel reichten trotz eines beherzten Schlussspurts aber nicht aus, um den diesmal übermächtigen südeuropäischen Rivalen auch nur ansatzweise gefährden zu können.

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„Ich bin sehr stolz. Es war ein super Spiel. Nach und nach haben wir uns gelöst. Wir wollten etwas Großes machen, das ist uns gelungen. Wir haben unsere Chance genutzt und gewonnen“, sagte Offensivmann Nico Williams nach der titelreifen Leistung. „Wir wollen natürlich Europameister werden.“

Spanien hat sich mit Glanz und Gloria, wenn auch auf verschwenderische Art und Weise, für das Achtelfinale der EM qualifiziert, der Tabellenzweite Italien muss sich am letzten Spieltag der Gruppe B im Duell mit Kroatien erheblich steigern, um den Spaniern zumindest folgen zu können.

Dass es zur Halbzeit 0:0 stand, hatte mit dem Spielverlauf aber auch gar nichts zu tun. Spanien dominierte von der ersten Minute an mit technischer Brillanz und stetem Vorwärtsdrang voller Wucht. Die Italiener konnten sich dieses Ansturms kaum erwehren, so erdrückend war die Überlegenheit der wie aufgedreht wirbelnden Iberer. Dass nach 45 plus zwei Minuten noch kein Tor in Gelsenkirchen zu bejubeln war, hatte vor allem mit dem Kapitän der Italiener zu tun: Gianluigi Donnarumma, der in allerhöchster Not verlässlich zur Stelle war. Der Keeper hielt sein Team über Wasser und parierte etwa einen wuchtigen Kopfball von Pedri, dem Mittelfeldstar des FC Barcelona, einen Schuss aus kurzer Distanz von Mittelstürmer Alvaro von Atlético Madrid oder einen fabelhaften Distanzschuss von Mittelfeldspieler Fabian, Donnarummas Mannschaftskamerad bei Paris Saint-Germain.

Der spanischen Gala standen die Italiener machtlos gegenüber, aber die zumindest tapfere und leidensfähige Mannschaft rettete sich trotzdem, typisch für italienische Spitzenteams, mit einem 0:0 in die Pause. Statistisch standen bis dahin neun Torschüsse der Spanier gegen einen der Italiener. Alle, die in der Arena auf Schalke dabei waren, blieben gespannt darauf, ob es mit der Fiesta der überlegenen Mannschaft weitergehen werde oder nun auch die Italiener aktiv am Spiel teilnehmen würden.

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Spalletti reagierte zur Pause, indem er Cristante für den überforderten Jorginho und Cambiaso für Frattesi einwechselte. Der Römer Cristante sah zu seinem Einstand sogleich die Gelbe Karte nach einem groben Foul am überragenden Rodri (46.). Eine weitere Hypothek für das italienische Verteidigungsbündnis, das weiter wackelte und zerzaust wurde. Pedri hätte frei vor Donnarumma das 1:0 machen müssen, verzog aber seinen Schuss am Tor vorbei (52.). Dann war Spanien endlich erfolgreich dank freundlicher Mithilfe des italienischen Innenverteidigers Calafiori, der am Ende einer weiteren fulminanten Attacke der Mannschaft in Rot und Blau nach Williams’ scharfer Hereingabe, Moratas Schuss und Donnarummas nächster Parade de luxe den Ball gegen sein Knie bekam, von wo er endlich dort landete, wo er schon längst hingehört hatte: im italienischen Tor.

Spanien setzte nach und besaß weitere Gelegenheiten. Doch der Gala fehlte das beruhigende zweite Tor gegen die als Meister der Effektivität gefürchteten Italiener, die nun auch häufiger vor dem Tor von Unai Simon auftauchten, ohne dabei ihr Glück erzwingen zu können.

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