Hunger Games a un bivio: ecco gli highlights cinematografici di questa settimana

Viermal verkörperte Jennifer Lawrence zwischen 2012 und 2015 die Überlebenskämpferin Katniss Everdeen. Die auf den dystopischen Romanen von Suzanne Collins basierende „Tribute von Panem“-Reihe machte die US-Darstellerin endgültig zu einem Weltstar und ließ die Kinokassen kräftig klingeln. Auf fast drei Milliarden Dollar beliefen sich die Einspielergebnisse nach dem vierten Teil der Saga rund um den fiktiven Zukunftsstaat Panem, in dem sich junge Menschen einmal im Jahr einem tödlichen Wettbewerb stellen müssen. Vorlagenschöpferin Collins brachte 2020 ein Prequel heraus, das nun seinen Weg auf die große Leinwand findet. Statt Katniss Everdeen steht dabei die Vorgeschichte ihres Widersachers Coriolanus Snow im Mittelpunkt, den in den bisherigen Filmen Altstar Donald Sutherland verkörperte. Die Teenagerversion spielt jetzt der britische Newcomer Tom Blyth.

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Außerdem neu im Kino: die satirische Thriller-Romanze „Cat Person“, die den Tücken des heutigen Datings nachspürt, und „Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes“ über einen historisch verbürgten Kinderraub, der von oberster kirchlicher Stelle angeordnet wurde.

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Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds & Snakes

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In gewisser Weise liegt „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds & Snakes“, das Prequel zu den Katniss-Everdeen-Abenteuern, voll im Trend. Vor allem in den letzten Jahren wurden die Ursprünge diverser berühmter Schurkenfiguren genauer unter die Lupe genommen. Nach „Joker“ (2019), einem Origin-Film über Batmans Erzrivalen, ist Coriolanus Snow an der Reihe. Bislang nur als alter Mann und Herrscher über Panem bekannt, beschreibt Regisseur Francis Lawrence im neuen Film seinen Werdegang als Teenager in düsteren Zeiten.

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64 Jahre vor den Ereignissen des ersten Reihentitels hat der ehrgeizige Coriolanus nur ein Ziel vor Augen: die Ehre seiner einst ruhmreichen, inzwischen aber verarmten Familie wiederherzustellen. All sein Handeln hat er darauf ausgelegt, ein begehrtes Universitätsstipendium zu ergattern. Doch am Tag der vermeintlichen Verleihung muss er einen unerwarteten Rückschlag verkraften. Er und seine nicht minder ambitionierten Mitstreiter sollen den zehnten Hungerspielen, jenem Wettkampf auf Leben um Tod zwischen 24 Jungen und Mädchen aus den zwölf Distrikten Panems, zu neuem Glanz verhelfen.

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Weil das Interesse des TV-Publikums schwindet, steht der mörderische Wettbewerb auf der Kippe. Frische Spielideen und clevere PR-Strategien sind gefragt. Snow und Co. bekommen jeweils einen Teilnehmer oder eine Teilnehmerin, einen sogenannten Tribut, zugeteilt und haben die Aufgabe, die Auserwählten zu coachen und zu promoten. Snows Schützling wird die Sängerin Lucy Gray Baird (Rachel Zegler) aus Distrikt 12, die gleich bei ihrer öffentlichen Präsentation für Aufsehen sorgt.

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„Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds & Snakes“ will die aus dem Franchise bekannte Survival-Action mit einer Charakterstudie verbinden und betont dies schon in ihrer visuellen Gestaltung. Wie ein roter Faden ziehen sich Nahaufnahmen durch den Film, die einen intimen Rahmen schaffen. Einerseits erfahren die Zuschauer mehr über die Geschichte der Hungerspiele sowie ihre anfänglichen Schwierigkeiten. Andererseits seziert das Prequel die Persönlichkeit Snows, der unbedingt an die Spitze gelangen möchte. Auf der Strecke bleiben dabei einige durchaus spannende Nebenfiguren. Auch erzählerisch wirkt die Romanadaption nicht ganz stimmig.

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Positiv hingegen: die schwungvollen Auftritte mancher Nebendarsteller, die teilweise mehr aus ihren Rollen herausholen als auf dem Papier vorhanden ist. Köstlich etwa, wie diabolisch Viola Davis ihren Part als Dr. Volumnia Gaul, Panems oberster Spielmacherin, interpretiert. Jason Schwartzman überzeugt als Lucky Flickerman, der erste Moderator, der den Contest mit zynischen Kommentaren begleitet. Peter Dinklage gibt den gebrochenen Dekan Casca Highbottom, einen Gegner der Hungerspiele, mit herrlich scharfer Zunge und glaubwürdigen Rachegelüsten.

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Cat Person

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Wie daten und lieben wir heute? Und wie ist es um das Verhältnis der Geschlechter bestellt? Diese Fragen umkreist Kristen Roupenian in ihrer Ende 2017 im US-Magazin „The New Yorker“ veröffentlichten Kurzgeschichte „Cat Person“, die vor allem online hohe Wellen schlug. Regisseurin Susanna Fogel (“Bad Spies“) und Drehbuchautorin Michelle Ashford (“Die Täuschung“) nahmen sich des Stoffes an und legen mit der gleichnamigen Leinwandadaption einen Film vor, der sicherlich nicht jedem schmecken wird – pendelt er doch beständig zwischen Romanze, Satire und Psychothriller. Eine nicht gerade alltägliche Mischung!

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Worum es geht? Die 20-jährige Studentin Margot (Emilia Jones) lernt beim Jobben im Kino den deutlich älteren Robert (Nicholas Braun) kennen und lässt sich auf einen Chat-Flirt ein. Bei ihrem ersten Quasi-Date wundert sie sich über sein seltsam unbeholfenes Verhalten, bleibt jedoch weiter am Ball. Eine äußerst bizarre Sexerfahrung bringt Margot dann aber zum Umdenken. Eine Zukunft kann es für sie und Robert nicht geben.

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Der Tonfall von „Cat Person“ schlägt manchmal sehr abrupt um, und stellenweise wird es ganz schön plakativ. Fehlenden Schwung oder Ideenlosigkeit kann man dem Film allerdings nicht vorwerfen. Musikstücke, die die Bilder konterkarieren, poppige Neonfarben und flashartige Einschübe, die Margots Gedankenspiele, etwa eingebildete Übergriffe durch Robert, enthüllen – Susanna Fogel zieht sämtliche Register, um der sarkastischen Thriller-Romanze Würze zu verleihen. Bei aller Verspieltheit hat „Cat Person“ aber auch ein paar kluge Beobachtungen zu bieten. Nur so viel: Unterschiedliche Erwartungen, Missverständnisse und Fehlinterpretationen sind entscheidend für die sich anbahnende Eskalation.

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Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes

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Die Kirche, besonders die katholische, schrieb in den letzten Jahren immer wieder negative Schlagzeilen. Unzählige Fälle von sexuellem Missbrauch und der unrühmliche Umgang hoher Würdenträger mit den Verbrechen sorgten für große Empörung und massenhafte Austritte. Dass sich die katholische Kirche in ihrer langen Geschichte schon früher unglaubliche Dinge zuschulden kommen ließ, ist kein Geheimnis. Manche Sünden sind der breiten Öffentlichkeit aber eher weniger bekannt. „Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes“ greift eine ungeheuerliche wahre Begebenheit aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf.

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Die jüdischen Eheleute Mortara (Barbara Ronchi und Fausto Russi Alesi) sind entsetzt, als Soldaten im Auftrag von Papst Pius IX. (Paolo Pierobon) in ihr Haus in Bologna eindringen und ihren siebenjährigen Sohn Edgardo (Enea Sala) nach Rom entführen. Da der Junge von seiner Amme einst heimlich getauft wurde, pocht das Oberhaupt der Kirche nun auf eine katholische Erziehung. Mit Unterstützung der liberalen Presse und der jüdischen Gemeinde machen die verzweifelten Eltern mächtig Wind. Der Pontifex indes ist fest entschlossen, Edgardo in seiner Obhut zu behalten.

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Auch in seiner neuen Regiearbeit arbeitet sich der inzwischen 84-jährige Filmemacher Marco Bellocchio (“Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra“) an der Geschichte seines Heimatlandes Italien ab. „Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes“ ist ein True-Crime-Drama in historischem Gewand, das mit prächtig ausgestatteten Bildern aufwartet. Die Selbstherrlichkeit der Kirche und ihre Machtversessenheit beleuchtet der Regisseur ebenso wie die allgemein turbulente politische Phase, in die das Geschehen eingebettet ist. Der Raub Edgardos aus seinem Elternhaus fiel nämlich in die Zeit des sogenannten Risorgimento, der italienischen Einheitsbewegung, die Kirchenstaat und Kleinstaaterei bekämpfte. Relevanz besitzt der Film zudem auch vor dem Hintergrund der Bedrohung, der sich jüdische Menschen aktuell wieder verstärkt ausgesetzt sehen. (tsch)

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